Auch vom Rektorat der MedUni Wien wurde Nicole Amberg im Jänner 2025 mit einem Preis für ihre Leistungen in der Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet.
Über das WissKomm Programm:
Der FWF unterstützt mit dem WissKomm Programm Forschende bei neuen und innovativen Projekten im Bereich der Wissenschaftskommunikation. Generell richtet sich dieses Förderangebot an Wissenschaftler:innen an österreichischen Forschungsstätten, die ein FWF-gefördertes Projekt leiten bzw. geleitet haben. Eine zentrale Zielsetzung ist die Förderung hervorragender wissenschaftskommunikativer Maßnahmen, um wissenschaftliche Inhalte aus FWF-geförderten Projekten an die Gesellschaft zu vermitteln.
Alle 2024 erfolgreichen FWF WissKomm Projekte gibt es hier im Überblick: https://www.fwf.ac.at/aktuelles/detail/neue-projekte-begeistern-fuer-wissenschaftskommunikation
Nicole Ambergs Forschungsschwerpunkt:
Als eines der ersten Organe, die in einem Embryo entstehen, ist das Gehirn zugleich das komplexeste. Es gibt allein 3.300 unterschiedliche Arten von Zellen, die sich im Verlauf der Embryonalentwicklung bilden und sich an die Stellen im Gehirn verteilen, wo sie hingehören. In ihrem Elise Richter Projekt erforscht Nicole Amberg, welchen Beitrag der epigenetische Regulator „Polycomb Repressive Complex 2“ oder kurz „PRC2“ dabei in unterschiedlichen Hirnregionen leistet und ob es bei fetalen Fehlbildungen des Gehirns eine Korrelation mit einer veränderten Aktivität von PRC2 gibt.
Die Faszination für das Gehirn und die Neugier, es zu erkunden und zu erforschen, will Nicole Amberg in ihrem WissKomm Projekt „BraiNFC – eine multisensorische, digitale Reise durch das Gehirn“ zunächst an Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren weitergeben.
Mittels eines Jugendbeirats und einer von einer Künstlerin gestalteten Gehirnfigur kann mittels NFC Technologie von einem Smart Device auf eine narrative Audiogeschichte zugegriffen werden. Somit kommt die Wissenschaft direkt nach Hause zu den Nutzer:innen, indem Geräte genutzt werden, die in fast jedem Haushalt verfügbar sind, nämlich Smartphones oder Tablets.
Die Heldin der Audiogeschichte ist eine Gehirnstammzelle, die während des anstrengenden Entwicklungsprozesses eingeschlafen ist und nach dem Aufwachen herausfinden muss, wo sie hingehört und wo sie noch neue Nervenzellen zum Gehirn beitragen kann. Die Kinder werden in die Rolle dieser Stammzelle versetzt und erleben quasi aus erster Hand, wie die Gehirnentwicklung funktioniert. Neben der digitalen Plattform soll es ein Buch mit Illustrationen geben um das Edutainment-Erlebnis abzurunden.
Für Nicole Amberg ist es wichtig, dass Wissenschaftler:innen über ihre Forschung berichten und Zusammenhänge erläutern. Immerhin soll ihre Forschung letztlich auch darüber aufklären, warum es zu Fehlentwicklungen bei der Gehirnentwicklung kommen kann und erörtern, ob man gegensteuern kann. „Ursachen zu kennen, gibt einem ein Gefühl der Beruhigung und Kontrolle, gerade wenn man mit schwierigen Diagnosen zu kämpfen hat.“
Abbildung: Grafische Zusammenfassung des WissKomm Projekts „BraiNFC“