Bis 19.03.2026 war über das Zentrum ein Fragebogen zu Erwartungen und Wünschen der C3NMH-Mitarbeitenden aktiv. Der Fragebogen wird in den nächsten Wochen ausgwertet und die Ergebnisse veröffentlicht. Einige Kommentare zeigen, dass die Funktionsweise des Zentrums noch nicht allgemein bekannt ist. Daher haben wir uns bemüht, einige Fakten über das C3NMH zusammenzufassen:
Die Abkürzung steht für Comprehensive Center for Clinicial Neurosciences und Mental Health.
Die deutsche Übersetzung - Zentrum für Klinische Neurowissenschaften und Mentale Gesundheit - wird nicht verwendet.
Seit Anfang 2015 gibt es am Universitätsklinikum AKH Wien eine gemeinsame Betriebsführung zwischen Bund (Med Uni Wien) und der Stadt Wien (Rechtsträger des AKH) als Ergebnis des Projektes Universitätsmedizin Wien 2020.
Ein Teilprojekt von Universitätsmedizin 2020 war die Etablierung von Zentren mit Hilfe einer gemeinsamen Steuerungsgruppe Zentrumsorganisation (SG-ZO) der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien.
Als eines der Zentren wurde das Comprehensive Center for Clinical Neurosciences and Mental Health (C3NMH) festgelegt.
Konstituierende Sitzung des C3NMH fand im April 2022.
Der Tätigkeitsbereich umfasst die klinischen Neurowissenschaften und Mental Health. Im Mittelpunkt stehen personalisierte Maßnahmen zu Diagnose, Behandlung und Prävention neurologischer und psychischer Erkrankungen.
Das C3NMH setzt sich aus einem Kernbereich und weiteren beteiligten Einrichtungen zusammen.
Zum Kernbereich des C3NMH gehören acht Kliniken/Abteilungen aus dem Neuro-, Psych-Bereich. Die Leiter:innen dieser Abteilungen bilden das Leitungsgremium des C3NMH.
Kernbereich des C3NMH
- Universitätsklinik für Neurologie
- Abteilung für Neuropathologie & Neurochemie
- Universitätsklinik für Neurochirurgie
- Klinische Abteilung für Neuroradiologie & Muskuloskeletale Radiologie
- Klinische Abteilung für Allgemeine Psychiatrie
- Klinische Abteilung für Sozialpsychiatrie
- Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie
Inkl. aller involvierter Berufsgruppen: Ärzt:innen, Wissenschaflter:innen, (Neuro) Psycholog:innen, Physiotherapeut:innen, Logopäd:innen, BMA, MTA, RTA, Sozialarbeiter:innen, Klinische Administration
Bis 31. Mai 2026 besteht das Leitungsgremium aus:
Univ.-Prof. Dr. Stephan Doering (Leiter)
Univ.-Prof. Dr. Karl Rössler (stellvert. Leiter)
Univ.-Prof. Thomas Berger
Univ.-Prof. Dr. Dan Rujescu
mit dem 01.06.2026 übernimmt das neue Leitungsgremiums die Agenden:
Univ.-Prof. Dr. Romana Höftberger (Leiterin)
Assoc.-Prof. Dr. Nilufar Mossaheb (stellvert. Leiterin)
Univ.-Prof. Dr. Gregor Kasprian
Univ.-Prof. Dr. Paul Plener
Die Zentrumskoordinatorin ist für das C3NMH angestellt und unterstützt die Leitung im operativen Betrieb des C3NMH.
Brendon Stubbs übernahm mit 02.02.2026 eine §99 (5) Assistenz-Professur für Mental and Brain Health im Rahmen des Tenure-Track-Modells an der Medizinischen Universität Wien. In dieser Funktion wird er die interdisziplinäre Forschung am Comprehensive Center for Clinical Neurosciences and Mental Health (C3NMH) leiten und unterstützen. Brendon Stubbs ist an der Klinischen Abteilung für Sozialpsychiatrie verortet.
Das organisationseinheiten‑ und abteilungsübergreifende C3NMH soll die klinische, wissenschaftliche und edukative Zusammenarbeit der beteiligten neurowissenschaftlichen Einrichtungen dauerhaft stärken und institutionell verankern.
Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Versorgung von Patient:innen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen, sowie die Festigung und der Ausbau der Anerkennung als führende medizinische Forschungs‑ und Lehreinrichtung in Österreich und Mitteleuropa.
Das C3NMH soll als erste Wahl für Zuweiser:innen, Patient:innen und Forschungseinrichtungen gelten.
Folgende Aufgaben in den Bereichen Forschung, Diagnostik, Therapie und Lehre sollen im Einzelnen das Erreichen und die kontinuierliche Entwicklung weiterer Ziele des C3NMH gewährleisten. Im Besonderen werden diese Aufgaben in den Zielvereinbarungsgesprächen mit dem Rektorat und dem Management Board abgestimmt und festgelegt:
Das C3NMH erkennt, bündelt, fördert, strukturiert, systematisiert, koordiniert und vernetzt die klinische, wissenschaftliche und edukative Zusammenarbeit im Bereich der klinischen Neurowissenschaften im weitesten Sinne wie in der Präambel beschrieben, insbesondere, wenn sie OE-übergreifende Zusammenarbeit erfordert oder bietet.
Das C3NMH koordiniert und fokussiert die gemeinsam vorhandenen Ressourcen des Zentrums mit dem Ziel der optimalen Nutzung.
Das C3NMH verpflichtet sich zur Entwicklung interdisziplinärer diagnostischer und interprofessioneller therapeutischer personalisierter Standards im Sinne von Evidenz-basierten Leitlinien (standard operating procedures/SOP) für die Betreuung der Patient:innen in den gemeinsamen Schwerpunkten am AKH Wien - MUW zu schaffen und laufend zu aktualisieren. Das C3NMH koordiniert alle in diesem Zusammenhang stehenden Aktivitäten des Qualitätsmanagement, insbesondere zur kontinuierlichen Verbesserung der Patient*innensicherheit und Datenschutz.
Das C3NMH führt Verfahren zum strukturierten Informationsaustausch innerhalb des Zentrums insbesondere im Rahmen von interdisziplinären Boards ein.
- Das C3NMH beteiligt sich an und entwickelt Kooperationen zur prä- und poststationären Versorgung von neurologischen, neurochirurgischen und psychiatrischen Patient:innen innerhalb der Versorgungsregion Wien.
Das C3NMH beteiligt sich und entwickelt Projekte und Maßnahmen zur Prävention neurologischer und psychischer Erkrankungen.
Das C3NMH fördert und forciert die Entwicklung von klinischen Teilbereichen mit Alleinstellungsmerkmal(en) zu regionalen und nationalen Referenzzentren.
Das C3NMH initiiert und fördert institutionelle Strukturen und Projekte, die die multidisziplinäre neurowissenschaftliche unf Mental Health Forschung, Lehre und klinische Versorgung von Patient:innen betreffen. Dies betrifft im speziellen auch die (Weiter-) Entwicklung schwerpunktsspezifischer klinischer und wissenschaftlicher Datenbanken/ Register.
Das C3NMH fördert die intensive und systematische wissenschaftliche Vernetzung mit den medizinisch-theoretischen Forschungseinrichtungen des Medical Neuroscience Clusters, im speziellen mit dem Zentrum für Hirnforschung.
Das C3NMH fördert die Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten im Allgemeinen und EU-Projekten im Speziellen.
Das C3NMH fördert die Intensivierung von Beziehungen und Kooperationen zu anderen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen und zu Industriepartnern zur weiteren Steigerung der klinisch neurowissenschaftlichen, Mental Health und translationalen Forschungsaktivitäten.
Das C3NMH arbeitet in den Bereichen klinischer Studien und Patient:innenbetreuung, inklusive Lenkung von Patient:innenströmen, eng mit assoziierten Einrichtungen zusammen. Zu diesem Zwecke wird ein Netzwerk mit kooperierenden Krankenanstalten, niedergelassenen Ärzt:innen, Selbsthilfegruppen zur Steigerung der Effizienz gebildet.
Im Rahmen des Möglichen vergibt bzw. allokiert das C3NMH, unter Einhaltung maximaler Transparenzgrundsätze, Budgetmittel zur Förderung (translationaler) wissenschaftlicher Projekte, zur Weiterentwicklung und Kommunikation von Forschungsergebnissen, sowie zur Unterstützung entsprechender Reisekosten.
Das C3NMH wirkt bei der Gestaltung von Lehrveranstaltungen und -inhalten im Bereich der (klinischen) Neurowissenschaften und Mental Health sowohl in der prä- und postgraduellen Lehre, der continuing medical education und generell in der Aus- und Weiterbildung aller mit der Betreuung der Patient*innen aus den definierten Schwerpunkten des C3NMH befassten Berufsgruppen mit.
Das C3NMH beteiligt sich an und entwickelt weitere PhD Programme(n) zur Sicherstellung und Bindung des kontinuierlichen wissenschaftlichen Nachwuchses.
Das C3NMH fördert die systematische Etablierung von Programmen zu nationalem und internationalem „knowledge transfer“.
Das C3NMH sieht seine Aufgabe auch in der Etablierung interner systematischer Kommunikationstools, interner/externer klinischer und wissenschaftlicher Fortbildungen, sowie Strategien zur corporate public communication, inklusive Informations-veranstaltungen und Advocacy.
Das C3NMH wirkt bei der Messung der Ergebnisqualität (outcome research) im Bereich der interdisziplinären klinischen, wissenschaftlichen und edukativen Schwerpunkte mit.
Das C3NMH evaluiert regelmäßig die Zielerreichung in den Bereichen Leistungsmengen-entwicklung, Qualitätsindikatoren, Forschungsaktivitäten und Patient:innenzufriedenheit.
Ideen sind jederzeit gerne willkommen und können an die Zentrumskoordinatorin gerichtet werden.
Comprehensive Center for Clinical Neurosciences and Mental Health
Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18–20, 1090 Wien